Alle Beiträge von GPraschl

Journalist in Berlin, Mitglied der Chefredaktion/Politik von SUPERillu, http://geraldpraschl.de/?page_id=2

Život Zorana Đinđića. Čovjek, koji je sa vlasti svrgnuo Miloševića, a Srbiju poveo novim putem.

Zoran DjindjicČovjek, koji je  sa vlasti svrgnuo Miloševića, a Srbiju poveo novim putem, poginuo je u martu 2003. godine, pogođen metkom atentatora. Njegov neobičan život.


Tekst: Gerald Praschl (2003. Das Leben des Zoran Dijndjic ), objavljeno u Horch&Guck, Časopisu građanskog komiteta 15. januar. Berlin. Den Text auf Deutsch finden Sie hier.

«Srbija je bila bastion koji je branio evropsku kulturu, religiju i cjelokupno evropsko društvo. Stoga je nepravedno, čak oprečno istoriji i apsurdno, da se danas uopšte diskutuje o tome da li Srbija spada u Evropu. Srbija je uvijek bila dio Evrope, i ranije na svom sopstvenom putu, ali na putu koji je odgovarao njenom istorijskom osjećaju i njenom dostojanstvu.  U tom smislu izgrađujemo bogato i demokratsko društvo koje daje svoj doprinos za zajedničku dobrobit ovog prekrasnog prostora i jedne zemlje koja nepravedno pati, ali koja će uz pomoć svojih progresivnih snaga doprinjeti stvaranju jednog boljeg i srećnijeg svijeta.»

Život Zorana Đinđića. Čovjek, koji je sa vlasti svrgnuo Miloševića, a Srbiju poveo novim putem. weiterlesen

Der Mann, der Milosevic stürzte: Das Leben des Zoran Djindjic

Zoran Djindjic„Serbien war die Bastion, die die europäische Kultur, Religion und die europäische Gesellschaft insgesamt verteidigt hat. Deshalb ist es ungerecht und sogar unhistorisch und absurd, heute über Serbiens Zugehörigkeit zu Europa zu diskutieren. Serbien war immer ein Teil von Europa und genau wie früher auf seinem eigenen Weg, aber auf einem Weg, der seinem historischen Gefühl, seiner Würde entsprach. In diesem Sinne bauen wir eine Gesellschaft auf, die reich und demokratisch ist, die ihren Beitrag leistet zum Gemeinwohl dieses wunderbaren Gebietes, eines ungerecht leidenden Landes, das aber mit seinen progressiven Menschen dazu beitragen wird, eine bessere und glücklichere Welt zu schaffen.“

Овај текст на српском језику

Diese Worte könnten auch von Zoran Djindjic stammen. Gerne bediente er sich – vor allem bei Reden, die er in seiner serbischen Muttersprache hielt, dem „serbischen“ Thema, um in die Herzen seiner durch die “nationale Katastrophe Serbiens”, vier faktisch verlorene Kriege zwischen 1991 bis 1999 und ein wirtschaftlicher Zusammenbruch,  oft bedrückten und etwas orientierungslosen Landsleute zu dringen. Das Zitat stammt aber vom lebenslangen Erzfeind Djindjics: dem serbischen Kommunistenführer Slobodan Milosevic. Es ist Teil der Rede, die Milosevic am 28. Juni 1989 vor 2 Millionen angereisten Serben auf dem Amselfeld bei Pristina hielt. Das martialische Medienereignis, bei dem Milosevic damals in dunklen Andeutungen das „Schicksal der Serben“ beschwor, machte allen nichtserbischen Einwohnern des damaligen Jugoslawiens berechtigterweise Angst und ließ in ihnen eine dunkle, leider zutreffende Vorahnung von großem Unheil aufsteigen. Wie blanker Hohn klingt mit dem Wissen von heute der Appell, mit dem Milosevic seine Ansprache am 28. Juni 1989 schloss: „Lang lebe der Frieden und die Brüderschaft zwischen den Völkern!“

Der Mann, der Milosevic stürzte: Das Leben des Zoran Djindjic weiterlesen

Erich Mielke: Wer weinte um den Herrn der Angst?

Stasi-General Gerhard Neiber, einer von Mielkes Stellvertretern, verneigt sich vor seinem Grab
Stasi-General Gerhard Neiber, einer von Mielkes Stellvertretern, verneigt sich vor seinem Grab

Wäre Erich Mielke zu DDR-Zeiten gestorben, wären ihm Staatstrauer,ein Meer von Fahnen und ein pompöses Ehrengrab sicher gewesen. Seitenlang hätte ihn das “Neue Deutschland” gewürdigt und den Verlust betrauert. Vorbei!  In Freiheit und im Bett starb im biblischen Alter von 92 Jahren der gefürchtete Chef der DDR-“Staatssicherheit”, Erich Mielke

Text: Gerald Praschl. Fotos: Nikola Kuzmanic, erschienen in SUPERillu, 2000

 

Exklusiv auf geraldpraschl.de: Die Trauerrede für Erich Mielke

Genau 36 Zeilen Text auf den hinteren Seiten widmete das einstige SED-Zentralorgan seiner Beisetzung am 10. Juni 2000 auf dem Berliner Friedhof Alt-Friedrichsfelde. Beerdigungsunternehmer Hubert Hunold (60), selbst Ex-MfS-Offizier und schon früher bei der Stasi dienstlich für Begräbnisse zuständig, hatte einiges versucht, um die Bestattung geheim zu halten. Ein falscher Termin sollte Journalisten in die Irre führen. Kein Aushang wies auf den wirklichen Zeitpunkt hin. Und aus Furcht vor Grabschändung kam Mielkes Urne ins anonyme Urnen-Grab.

Erich Mielke: Wer weinte um den Herrn der Angst? weiterlesen

Historisches Dokument: Die Trauerrede für Erich Mielke (1907-2000)

Trauerrede
zum Ableben von Armeegeneral a. D. Erich Mielke
Minister für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik,
gehalten am 10. Juni 2000

Die folgende Rede wurde vom Verfasser dieser Webseite, Gerald Praschl bei der Beerdigung von Erich Mielke am 10. Juni 2000 in Berlin-Friedrichsfelde auf Tonband aufgezeichnet, zusätzlich hat der Grabredner Willi Opitz selbst ihm ein Manuskript als Datei zur Verfügung gestellt. Der Verfasser dieser Webseite versichert die Authentizität, distanziert sich aber ausdrücklich vom Inhalt dieser Rede. Sie steht hier als historisches Dokument.  Zur Beerdigung selbst hier ein Bericht (“Wer weinte um den Herrn der Angst”)

Mielkes Grabredner, Stasi-General Willi Opitz leitete zur DDR-Zeit die Hochschule des MfS in Potsdam
Mielkes Grabredner, Stasi-General Willi Opitz leitete zur DDR-Zeit die Hochschule des MfS in Potsdam

von Willi Opitz

Trauerrede für Erich Mielke

gehalten am 10. Juni 2000 von dem ehemaligen General des “Ministeriums für Staatssicherheit” (MfS) der DDR, Willi Opitz (Foto) auf dem Friedhof Berlin-Friedrichsfelde. General Opitz war einst der Chef der “MfS”-Hochschule in Potsdam.

 

 

 

“Liebe Gertrud,

werte Familienangehörige,

liebe Genossen und Freunde

Das Kämpferherz des Ministers für Staatssicherheit der Deutschen Demokratischen Republik, Armeegeneral a. D. Erich Mielke, hat am 21. Mai aufgehört zu schlagen.

Historisches Dokument: Die Trauerrede für Erich Mielke (1907-2000) weiterlesen