define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":1569,"date":"2019-05-16T15:55:52","date_gmt":"2019-05-16T13:55:52","guid":{"rendered":"http:\/\/geraldpraschl.de\/?p=1569"},"modified":"2019-05-21T16:08:28","modified_gmt":"2019-05-21T14:08:28","slug":"die-europaeischen-laender-sollten-unnachgiebig-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geraldpraschl.de\/?p=1569","title":{"rendered":"Kuba: \u201eGanze Regionen leben damit, dass bei Ihnen seit Monaten kein brot zu bekommen ist&#8230;\u201c"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Boris-Gonzales-Arenas-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1570\" srcset=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Boris-Gonzales-Arenas-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Boris-Gonzales-Arenas-300x225.jpg 300w, https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/Boris-Gonzales-Arenas-768x576.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Der kubanische Oppositionelle Boris Gonzales Arenas 2019 <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Ein Interview von Gerald Praschl mit dem kubanischen Oppositionellen Boris Gonzales Arenas  (Februar 2019). <\/p>\n\n\n\n<p><em>\u00dcbersetzung: Doris Hempe<\/em><br><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/boris.gonzalezarenas\"> Boris Gonzales Arenas auf Facebook<\/a><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p><br><strong>Herr Gonzales, sie sind in Kuba unabh\u00e4ngiger Journalist und Oppositioneller. Wie sieht ihr Leben dort aus? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man kann diese Frage\nauf vielf\u00e4ltige Weise beantworten, ausgehend von der sozialen bis hin zur\npolitischen Situation in meinem Land gibt es hier viel zu sagen. Eine erste,\nwohl auch positivste Antwort ist, dass wir als politische Oppositionelle und\nKritiker des Castro-Regimes ein hohes \u00f6ffentliches Ansehen genie\u00dfen. Vor ein\npaar Tagen wollte eine Freund von mir das Drucken einiger Unterlagen bezahlen,\nals der Inhaber des kleinen, privaten Gesch\u00e4ftes zu ihm sagte, er m\u00fcsse nichts\nbezahlen. Er w\u00fcsste, wer er sei, und in seinem Gesch\u00e4ft m\u00fcsse er nie f\u00fcr etwas\nbezahlen. In den Gef\u00e4ngnissen werden die politischen Gefangenen einfach nur die\n\u201ePolitischen\u201c (<em>span.: pol\u00edticos<\/em>) genannt und die anderen Insassen\nbehandeln sie in der Regel mit H\u00f6flichkeit und Respekt. Allerdings handelt es\nsich hier um eine sehr leise Verbundenheit, die sich immer eher unterschwellig\nzeigt und kein Zugeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl zu einer politischen oder\nzivilgesellschaftlichen Bewegung zum Ausdruck bringt. Mit Schweigen reagieren\n\u00fcbrigens auch viele Menschen angesichts der von uns durchlebten Repressalien.\nNachbarn, Freunde und Verwandte verhalten sich dir gegen\u00fcber als w\u00e4re nichts\ngeschehen, sie fragen dich nicht einmal, wie es dir eingesperrt in eine Zelle\nergangen ist oder ob du dich von der letzten Pr\u00fcgelattacke erholt hast. Die Menschen\nzeigen sich unglaublich diszipliniert, was die Ignoranz diesbez\u00fcglich angeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Schlimmsten ist so\neine Verhaltensweise aber, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass genau\ndiese Nachbarn, Freunde oder Verwandte mit den Paramilit\u00e4rs zusammengearbeitet\nhaben, die dich verfolgen. F\u00fcr meinen Fall kann ich neben vielen anderen\nfolgendes Beispiel erz\u00e4hlen: Meine Arbeitskollegen, ehemaligen Lehrer und\nFreunde \u00fcber fast f\u00fcnfzehn Jahre hinweg kamen im Januar 2015 zusammen, um mich\naus meiner Arbeit an der Internationalen Filmschule \u201eEscuela Internacional de\nCine\u201c (EICTV) zu werfen. Nicht einmal drei Tage vorher hatte man mich aus einer\n4-t\u00e4gigen Entf\u00fchrung befreit, die sich \u00fcber die Tage der\nNeujahrsfeierlichkeiten erstreckt hatte. W\u00e4hrend der ganzen Zeit hatten weder\nmeine Ehefrau, noch meine Kinder oder Eltern irgendwelche Nachrichten von mir.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie gef\u00e4hrlich ist es denn, Oppositioneller in Kuba zu sein?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gefahr ist sehr gro\u00df. Denn wenn du dich als Oppositioneller outest, zerlegst du selbst dein Leben, das du dir \u00fcber Jahre hinweg so aufgebaut hast, wie du es wolltest. Und schlie\u00dflich f\u00fchrst du das gleiche Leben, das alle Dissidenten f\u00fchren, und dazu geh\u00f6ren die immer gleichen Erfahrungen: von der Verweigerung einer \u00e4rztlichen Behandlung bis hin zur Gef\u00e4ngnisstrafe. Erschwerend kommt hinzu, dass die Auswirkungen, die all das auch auf deine Familie hat, zu einer schweren psychischen Belastung werden. F\u00fcr Kinder, Ehepartner und Eltern h\u00e4lt die politische Repression eine ganze Palette an M\u00f6glichkeiten bereit: von Schulausschluss bis Gef\u00e4ngnisaufenthalt. Viele Kinder von den sogenannten \u201eDamen in Wei\u00df\u201c (Damas de Blanco) kamen ins Gef\u00e4ngnis wegen irgendwelcher konstruierten Verbrechen oder auch wegen der sogenannten \u201eGefahr aufgrund verbrecherischer Neigung\u201c, die es in unserem Strafgesetzbuch gibt. Dort ist eine Gef\u00e4ngnisstrafe von bis zu f\u00fcnf Jahren vorgesehen, wenn nach Ansicht eines Polizeibeamten ein Verhalten vorliegt, das eine verbrecherische Neigung vermuten l\u00e4sst. Absichtlich z\u00e4hle ich die M\u00f6glichkeit \u201eTod\u201c jetzt hier nicht auf. Allerdings nicht deshalb, weil in den letzten Jahren keiner gestorben w\u00e4re, sondern weil das Castro-Regime &#8211; anders als vor Jahrzehnten, als es f\u00fcr die T\u00f6tungen \u00f6ffentliche Spektakel organisierte &#8211; darauf Acht gegeben hat, keinen Tod absichtlich herbeizuf\u00fchren, wie dies zwischen 1959 und 2003 g\u00e4ngige Praxis war. Doch auch in den vergangenen Jahren gab es einige unaufgekl\u00e4rte Todesf\u00e4lle, wie der von Laura Poll\u00e1n, der Mitbegr\u00fcnderin der Damas de Blanco, die angeblich an einer Krankheit gestorben ist, oder wenige Monate sp\u00e4ter der Tod von Oswaldo Pav\u00e1, dem Gr\u00fcnder der christlichen Befreiungsbewegung \u201eMovimiento Cristiano Liberaci\u00f3n\u201c (MCL). Diese Bewegung war ausschlaggebend f\u00fcr das sogenannte \u201eProyecto Varela\u201c, bei dem \u00fcber 10.000 B\u00fcrger eine Dokument unterzeichneten, das die Festschreibung \u00f6ffentlicher Freiheiten in der Verfassung forderte und dessen Unterschriften verfassungsrechtlich ausgereicht h\u00e4tten, um eine Volksabstimmung auf den Weg zu bringen. Die Initiative wurde vom Castro-Regime ignoriert. Nun: ihr Anf\u00fchrer, Oswaldo Pav\u00e1, starb 2012 an der Seite von Harold Cepero bei einem Autounfall, nur wenige Monate nach dem Tod von Laura Poll\u00e1n. F\u00fcr viele kubanische Oppositionelle, mich eingeschlossen, war das ein politisches Verbrechen. Zu diesen Toten muss man leider auch Wilmar Villar Mendoza, z\u00e4hlen die verstarb, nachdem sie bei einer Demonstration 2012 verpr\u00fcgelt worden war, und auch Orlando Zapata Tamayo, dessen Hungerstreik unbeachtet blieb, bis man 2010 nur noch seinen Tod feststellten konnte. Die absolute Straffreiheit, die der totalit\u00e4re Staat dem B\u00fcrger gegen\u00fcber genie\u00dft, erlaubt es dem Castro-Regime, den Menschen als menschliches Wesen auszul\u00f6schen und diktatorisch \u00fcber die Gruppe wehrloser Individuen zu herrschen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>F\u00fcr viele Menschen auf der Welt ist der 2016 verstorbene ehemalige kubanische Staatschef Fidel Castro ein Held. <\/strong><strong> Was denken Sie \u00fcber ihn? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als\nHauptverantwortlicher einer kommunistischen Regierung geb\u00fchrt Fidel Casto die\nselbe Wertsch\u00e4tzung wie Josef Stalin oder Benito Mussolini. Die Unterschiede\nzwischen Faschismus und Kommunismus werden meiner Ansicht allein durch das \u201evon\nwem\u201c und \u201ewo\u201c bestimmt, also einerseits von den Personen, die das jeweilige\nRegime aufgebaut haben, und zum anderen von den L\u00e4ndern, in denen die einzelnen\nRegime entstanden sind. Es ist allerdings so, dass man dem Kommunismus noch\nimmer mit einer linken Ideologie verbindet und das hei\u00dft auch, dass er noch\nimmer von vielen Anh\u00e4ngern der linken Ideologie bewundert wird, da sie\ntraditionell eher bereit sind, Rechtsstaat und Demokratie in Frage zu stellen\nund die daraus entstehenden&nbsp; Diktaturen\nzu akzeptieren. Innerhalb dieser Bewegung ist Fidel Castro eine Art Star, doch\ner zeigt&nbsp; alle Eigenschaften eines\nkommunistischen Diktators. Dazu geh\u00f6rt auch, Hunger als Instrument zu nutzen,\netwas, das vom Castro-Regime zu Unterdr\u00fcckung seiner B\u00fcrger vom vorhergehenden\nRegime \u00fcbernommen wurde. W\u00e4hrend ich diese Fragen beantworte, leben ganze\nRegionen in diesem Land damit, dass bei ihnen seit Monaten kein Brot zu\nbekommen ist, und Anfang des Jahres gab es keine Eier. Niemand, der nicht\nselbst in Kuba wohnt, kann sich vorstellen, welche Rolle diesen beiden\nLebensmitteln im Rahmen einer milch- und fleischlosen Ern\u00e4hrung zukommt. Hier\nwird sich jeder mit ein bisschen politischer Kultur sofort an den Holodomor\nerinnert f\u00fchlen, die Hungersnot, die Stalin in der Ukraine verursachte, um\nantisowjetische Gef\u00fchle auszul\u00f6schen. Ein neueres Beispiel w\u00e4re die Hungernot,\ndie Venezuela derzeit ersch\u00fcttert und deretwegen die Bev\u00f6lkerung nun von dem\nsogenannten \u201eHeimatausweis\u201c abh\u00e4ngig ist, mit dem W\u00e4hlerstimmen und politische\nTeilhabe manipuliert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Was also sollte ich\nvon Fidel Castro halten, f\u00fcr mich war er ein Verbrecher.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hat sich Kuba seit Fidel Castros Tod ver\u00e4ndert?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nein. Die von Ra\u00fal Castro initiierten, politischen Ver\u00e4nderungen waren nur daf\u00fcr gedacht, sich in irgendeiner Weise Legitimit\u00e4t zu verschaffen. Seine Person wurde von je her mit Unf\u00e4higkeit, Alkohol und Inkompetenz in Verbindung gebracht. Die Ver\u00e4nderungen fallen in die ersten Jahren seiner Regierung, die er 2006 \u00fcbernahm, und schon als Fidel verstarb, wurde deutlich, dass diese Ver\u00e4nderungen wie eine Bremse wirkten, vor allem im Hinblick auf das Wachstum der sogenannten selbst\u00e4ndig T\u00e4tigen, eine Art Privatunternehmer, die keine juristische Person darstellen und nur mit staatlicher Genehmigung arbeiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie sieht das t\u00e4gliche Leben eines Durchschnittskubaners aus?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Inmitten all der\nunterschiedlichen Formen, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, muss der\ndurchschnittliche Kubaner zun\u00e4chst eine ganz entscheidende Frage beantworten:\nKomme ich an Geld aus dem Ausland? Wenn er kein Geld aus dem Ausland erh\u00e4lt und\ner auch kein hoher Beamter oder einer der wenigen erfolgreichen selbst\u00e4ndig\nT\u00e4tigen ist, dann lebt der durchschnittliche Kubaner ein elendes Leben: Seine\nKleidung, die wir \u201erecycelt\u201c nennen, ist geschenkt oder second hand gekauft.\nSeine Kinder haben nur ein Paar Schuhe. Deshalb m\u00fcssen sie barfu\u00df spielen, mit\nkaputten Schuhen oder in Badelatschen. Das Essen besteht haupts\u00e4chlich aus\nFertignahrung, gesunde Ern\u00e4hrung ist ein Fremdwort und die hygienischen\nZust\u00e4nde sind eine Katastrophe. Wer Geld aus dem Ausland erh\u00e4lt, kann seine\nprek\u00e4re Lage etwas lindern. Man darf nicht vergessen, dass wir als Land \u00fcber\nsechzig Jahre lang hinweg Auswanderer produziert haben mit 20% der Bev\u00f6lkerung\nim Exil und einer immensen Anzahl an Kubanern zweiter und dritter Generation.\nAlso dieser Teil der Bev\u00f6lkerung&nbsp; kann\nmanche Lebensmittel mit Dollar oder dem entsprechenden Wert in kubanischen\nPesos kaufen. Dazu geh\u00f6ren Schweinefleisch oder Huhn, alles Produkte, die der\nkubanische Staat zu sehr hohen Preisen in Dollar verkauft. Ich habe mehrmals in\nDeutschland gewohnt, und mit \u201esehr hohen Preisen\u201c meine ich teurer als in einem\nAldi-Supermarkt. Dabei liegt der Durchschnittslohn in Kuba unter 30 Dollar.\nDennoch hat das Geld, das man aus dem Ausland erh\u00e4lt, seinen Preis: In der\nRegel bedeutet es, ein Leben ohne Eltern oder ohne Kinder zu f\u00fchren. Die\nnegativen Auswirkungen manifestieren sich immer mehr in den verlassenen Kinder\nund den auf sich allein gestellten alten Menschen. Vor allem letzteres ist ein\nnationales Drama. Die Gruppe der \u00c4lteren, die ihre Kinder und Enkel\nverabschieden m\u00fcssen und sich pl\u00f6tzlich allein in ihrem Zuhause wiederfinden,\nnachdem sie ihr Leben lang im Kreise ihrer Familie verbracht haben, wird immer gr\u00f6\u00dfer.\nF\u00fcr den deutschen Leser m\u00f6chte ich hier anf\u00fcgen, dass es in Kuba schon wegen\nfehlender Wohnungen ganz normal ist, dass drei Generationen unter einem Dach\nwohnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was erwarten Sie von den EU-Regierungen? Wie sollen sie sich gegen\u00fcber der kubanischen Staatsf\u00fchrung verhalten? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erstens, dass sie den\nGewinn ihrer Unternehmen nicht vor die Rechte der Kubaner stellen. Es gibt\nmoralische und politische Kosten f\u00fcr Investitionen in Kuba. Das Castro-Regime\nm\u00f6chte diese reduzieren, indem es ein Szenarium freien Wettbewerbs bietet: Die\nUnternehmen verhandeln mit dem Staat, der gem\u00e4\u00df seinen eigenen Interessen\nhandelt. Im Gegenzug h\u00e4lt er dem Unternehmen in seiner Branche die Konkurrenz\nvom Hals. Die Belegschaft hat keine Arbeitnehmerrechte, daf\u00fcr erh\u00e4lt das\nUnternehmen Steuervorteile, die es wiederum f\u00fcr die Kubaner nicht gibt, die in\nbescheidenem Rahmen selbst\u00e4ndig t\u00e4tig sind. Der kubanische Staat beteuert, dass\nes f\u00fcr den Erhalt des Sozialismus unabdingbar ist daf\u00fcr zu sorgen, dass aus den\nsogenannten \u201ecuentapropistas\u201c (also die selbst\u00e4ndig T\u00e4tigen) keine\nGro\u00dfunternehmer werden. Zugleich verk\u00fcndet er allerdings \u00f6ffentlich, dass er\nnur dann an ausl\u00e4ndischem Geld interessiert ist, wenn gro\u00dfe Summen in die\nAngebotspalette investiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die europ\u00e4ische\nPolitik sollte bei einer klaren Linie bleiben, wenn sie gleichzeitig mit der\nRegierung und der Opposition arbeitet. Bisher war das nicht der Fall und wir\nsp\u00fcren heute die Konsequenzen der Vereinbarungen zwischen EU und Castro-Regime.\nSo wurde die Zivilgesellschaft n\u00e4mlich um F\u00f6rdergelder f\u00fcr Projekte betrogen,\nweil man sich dem Castro-Regime gegen\u00fcber dazu verpflichtet hat, f\u00fcr die\nVerteilung der Gelder \u00f6ffentliche Institutionen als Filter zu nutzen. Es ist\nillusorisch zu glauben, dass eine \u00f6ffentliche Einrichtung in Kuba mit der Zivilgesellschaft\nzusammenarbeiten w\u00fcrde, denn deren Organisationen werden vom Castro-Regime\nnicht anerkannt und ihre Mitglieder verfolgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die europ\u00e4ischen\nL\u00e4nder sollten auch g\u00e4nzlich unnachgiebig sein, wenn es darum geht, die\nVerletzung der Menschenrechte in Kuba anzuklagen. Die politischen Demokratien\nweltweit sollten sich solidarisieren mit den L\u00e4ndern, in denen die\nMenschenrechte systematisch verletzt werden. In Lateinamerika sollten sie\naktuell klar Anklage erheben gegen das Castro-Regime, sowie die Regime in\nNicaragua und Venezuela. Sie alle leiden unter Gewalt, staatlicher Kontrolle\nvon Lebensmitteln und medizinischen Produkten, und unter Defiziten aller Art.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Interview von Gerald Praschl mit dem kubanischen Oppositionellen Boris Gonzales Arenas (Februar 2019). \u00dcbersetzung: Doris Hempe Boris Gonzales Arenas auf Facebook<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1569","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gerald-praschl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/geraldpraschl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1569","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/geraldpraschl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/geraldpraschl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geraldpraschl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geraldpraschl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1569"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/geraldpraschl.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1569\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/geraldpraschl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1569"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/geraldpraschl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1569"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/geraldpraschl.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1569"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}