define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":665,"date":"2012-05-06T13:01:08","date_gmt":"2012-05-06T11:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/geraldpraschl.de\/?p=665"},"modified":"2016-04-30T20:07:31","modified_gmt":"2016-04-30T18:07:31","slug":"mut-frauen-in-der-ddr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geraldpraschl.de\/?p=665","title":{"rendered":"&#8222;Mut-Frauen&#8220; in der DDR"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-666 alignleft\" src=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Mut-Frauen_in_der_DDR-173x300.jpg\" alt=\"Mut-Frauen_in_der_DDR\" width=\"215\" height=\"372\" \/><br \/>\n<em><strong>B\u00e4rbel Bohley, Gerald Praschl, R\u00fcdiger Rosenthal: &#8222;Mut-Frauen in der DDR&#8220;,<\/strong> erschienen 2006 bei Langen M\u00fcller Herbig, M\u00fcnchen, ISBN978-3776624342<\/em><\/p>\n<p><em> \u00a0\u00a0Als &#8222;Hort der Gleichberechtigung&#8220; wird die DDR oft dargestellt, als Staat, in dem Frauen alle M\u00f6glichkeiten offen standen. Doch die Praxis sah anders aus: Ob im Politb\u00fcro, im SED-Zentralkomittee, in den Betrieben und der DDR-Regierung &#8211; die Spitzenpositionen wurden von M\u00e4nnern besetzt. Im Widerstand gegen die SED spielten Frauen jedoch eine herausragende Rolle. Was waren ihre Motive, gegen die Diktatur aufzubegehren und Zivilcourage zu zeigen? Waren sie weniger anf\u00e4llig f\u00fcr die Verlockungen der Macht und der Privilegien, nach denen viele M\u00e4nner strebten?<\/em><!--more-->Als &#8222;Hort der Gleichberechtigung&#8220; wird die DDR oft dargestellt, als Staat, in dem Frauen alle M\u00f6glichkeiten offen standen. Doch die Praxis sah anders aus: Ob im Politb\u00fcro, im SED-Zentralkomittee, in den Betrieben und der DDR-Regierung &#8211; die Spitzenpositionen wurden von M\u00e4nnern besetzt.<\/p>\n<p>Im Widerstand gegen die SED spielten Frauen jedoch eine herausragende Rolle. Frauen gr\u00fcndeten die erste organisierte Oppositionsgruppe der 80er Jahre (&#8222;Frauen f\u00fcr den Frieden 1982),\u00a0im Hause einer Frau, Katja Havemann, wurde 1989 das &#8222;Neue Forum&#8220; gegr\u00fcndet, zwei Frauen, B\u00e4rbel Bohley und Jutta Seidel&#8220; forderten von den DDR-Beh\u00f6rden dessen Zulassung als Partei. Und zwei Frauen, die Leipzigerinnen Gesine Oltmanns und Katrin Hattenhauer f\u00fchrten mutig mit dem ersten Transparent die erste Montagsdemo von Leipzig an. Was waren ihre Motive, gegen die Diktatur aufzubegehren und Zivilcourage zu zeigen? Darauf stand die zentrale Forderung derer, die dem SED-Regime ein Ende bereiten wollten: &#8222;F\u00fcr ein freies Land mit freien Menschen!&#8220;<\/p>\n<p>Wieso spielten Frauen bei der friedlichen Revolution in der DDR die Schl\u00fcsselrolle? Waren Frauen mutiger? Waren sie weniger anf\u00e4llig f\u00fcr die Verlockungen der Macht und der Privilegien, nach denen viele M\u00e4nner strebten? B\u00e4rbel Bohley schreibt in dem Buch &#8222;Mut-Frauen in der DDR&#8220; \u00fcber die Gr\u00fcnde, warum Frauen eine so gro\u00dfe Bedeutung in der DDR-Opposition hatten und warum sie pers\u00f6nlich als junge Frau den schwierigen Weg des Widerstandes w\u00e4hlte. Rechts drei Fotos aus ihrem schwierigen DDR-Leben, das sie sich damit einhandelte. B\u00e4rbel Bohley mit einem Plakat von &#8222;Frauen f\u00fcr den Frieden&#8220;, der ersten Oppositionsgruppe in den 80er Jahren. Die Stasi beobachtete sie rund um die Uhr, h\u00f6rte ihre Wohnung mit Wanzen ab. Hier ein Obsvervationsfoto. Darunter ein Foto von ihrer Verhaftung durch die Stasi 1983 (alle drei Fotos: Mathias-Domaschk-Archiv der DDR-Opposition). Ganz unten B\u00e4rbel Bohley heute (Foto: Nikola Kuzmanic, kostenlos abrufbar unter<a href=\"http:\/\/www.baerbelbohley.de%29.\/\" target=\"_blank\">www.baerbelbohley.de).<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gerald Praschl und R\u00fcdiger Rosenthal berichten in dem Buch &#8222;Mut-Frauen in der DDR&#8220; \u00fcber andere mutige Frauen in der DDR, die sich nicht anpassen wollten und daf\u00fcr einen hohen Preis bezahlten. Dieses Buch ist ein eindrucksvolles Zeitdokument \u00fcber Zivilcourage und Verantwortung in einem totalit\u00e4ren Regime.<\/p>\n<p>Inhaltsverzeichnis:<br \/>\nVorwort: &#8222;Frauen in Ostdeutschland &#8211; vom richtigen Leben im falschen System&#8220;<br \/>\nB\u00e4rbel Bohley: Wir wollten schlau sein wie die Schlangen<br \/>\nAnnegret Gollin: &#8222;Tramper Uschi&#8220;<br \/>\nErdmuthe Grosser-Bald: Die &#8222;Tasse-Kaffee-Aff\u00e4re&#8220;<br \/>\nMelanie Weber: Der Engel der Gefangenen<br \/>\nMonika Palm: Unsere Kinder sollten nicht in diese M\u00fchle<br \/>\nElke Wirth: Etwas zum &#8222;Lachen&#8220;<br \/>\nGesine Oltmanns: &#8222;Bleib ersch\u00fctterbar und widersteh&#8220;<br \/>\nIngrid Vitzthum: Nichts konnte mich mehr halten<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00e4rbel Bohley, Gerald Praschl, R\u00fcdiger Rosenthal: &#8222;Mut-Frauen in der DDR&#8220;, erschienen 2006 bei Langen M\u00fcller Herbig, M\u00fcnchen, ISBN978-3776624342 \u00a0\u00a0Als &#8222;Hort der Gleichberechtigung&#8220; wird die DDR oft dargestellt, als Staat, in dem Frauen alle M\u00f6glichkeiten offen standen. 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