define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":957,"date":"2016-02-02T17:05:01","date_gmt":"2016-02-02T16:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/geraldpraschl.de\/?p=957"},"modified":"2016-04-30T17:07:21","modified_gmt":"2016-04-30T15:07:21","slug":"hintergrund-die-schlacht-von-stalingrad-194243","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geraldpraschl.de\/?p=957","title":{"rendered":"Hintergrund: Die Schlacht von Stalingrad 1942\/43"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/StalingradKarte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-958\" src=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/StalingradKarte-300x178.jpg\" alt=\"StalingradKarte\" width=\"358\" height=\"212\" srcset=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/StalingradKarte-300x178.jpg 300w, https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/StalingradKarte.jpg 703w\" sizes=\"auto, (max-width: 358px) 100vw, 358px\" \/><\/a>Hunderttausende deutsche und 600 000 Sowjet-Soldaten starben in der knapp 6 Monate dauernden Schlacht um Stalingrad. \u00dcberlebende der deutschen Wehrmacht berichten 60 Jahre sp\u00e4ter, im Winter 2002\/2003, von ihren schrecklichen Erlebnissen und wie sie heute dar\u00fcber denken.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/?p=929\">Meine Berichte \u00fcber meine Treffen mit den Stalingrad-\u00dcberlebenden Falk Patzsch, Johannes Hellman, Max Adler und Erich Burkhardt\u00a0lesen Sie hier.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/?p=968\">Bewegende Briefe eines Stalingrad-Soldaten, Helmut Horstmann, der nie zur\u00fcckkehrte, lesen Sie hier.<\/a><\/p>\n<p><strong>Hintergrund: Entscheidung an der Wolga<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hitlers Angriff. <\/strong>Im Juni 1941 \u00fcberfiel Hitler-Deutschland die Sowjetunion. Hitler wollte in einem \u00bbBlitzkrieg\u00ab in wenigen Monaten Russland bis zum Ural erobern, die Russen von dort vertreiben bzw. sie vernichten\u00a0und das Reich des sowjetischen F\u00fchrers Stalin zerschlagen. Zwei Jahre vorher, zu Beginn des Weltkriegs 1939, waren die Diktatoren noch Verb\u00fcndete gewesen, als sie gemeinsam Polen\u00a0\u00fcberfielen und es zerschlugen. Mit dem ebenso verbrecherischen \u00dcberfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion begann das schrecklichste Gemetzel der Weltgeschichte.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Der Vernichtungskrieg.\u00a0<\/strong>Die Sowjetunion beklagte besonders viele Opfer. 20 Millionen Sowjet-B\u00fcrger kamen im Zweiten Weltkrieg ums Leben. Als Soldaten, viele aber auch als zivile Opfer von Hitlers Vernichtungsfeldzug hinter der Front. Zielgerichtet wurden u.a. die in den eroberten Gebieten zahlreichen Juden\u00a0von dazu speziell eingesetzten\u00a0deutschen SS-Truppen ermordet. Ziel des gesamten Feldzugs war, das gesamte eroberte Gebiet der nationalsozialistischen Ideologie folgend bis zum Ural zu &#8222;germanisieren&#8220; und die einheimische russische Bev\u00f6lkerung zu vertreiben, zu vernichten, bzw. als &#8222;Untermenschen&#8220; zu versklaven. Insbesondere in der nichtrussischen\u00a0 Bev\u00f6lkerung der Ukraine und der baltischen Staaten rekrutierte das nationalsozialistische Regime dabei viele Helfer.<\/p>\n<p><strong>Der Sturm auf die Wolga.\u00a0<\/strong>Hitlers \u00bbBlitzkrieg\u00ab-Strategie scheiterte im Dezember 1941. 17 Kilometer vor Moskau stoppte die Rote Armee Ende 1941 seinen Vormarsch. Daraufhin versuchte es Hitler 1942 mit einer neuen Taktik. Er wollte bis zur Wolga und dem weit s\u00fcdlich und \u00f6stlich von Moskau gelegenem Kaspischen Meer vorsto\u00dfen, die \u00d6lquellen von Baku in Besitz nehmen, die Sowjets damit vom Treibstoff-Nachschub abschneiden. Anfang August 1942 stand die 6. Armee der Wehrmacht unter General Paulus mit 300 000 Mann vor Stalingrad, dem fr\u00fcheren ( und heutigen Wolgograd), die Stalin auf seinen Namen getauft hatte. Hitlers Ziel: die Stadt zu erobern und damit die Wolga unter deutsche Kontrolle zu bringen.\u00a0Vor dem Einmarsch wurde die Stadt vollst\u00e4ndig von deutscher Artillerie zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Madonna-von-Stalingrad.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-959 size-medium\" src=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Madonna-von-Stalingrad-220x300.jpg\" alt=\"Madonna von Stalingrad\" width=\"220\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Madonna-von-Stalingrad-220x300.jpg 220w, https:\/\/geraldpraschl.de\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/Madonna-von-Stalingrad.jpg 440w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><\/p>\n<div id=\"3\" class=\"highslide-caption\"><strong>Die ber\u00fchmte &#8222;Madonna von Stalingrad&#8220;.<\/strong> Eine Zeichnung eines deutschen Wehrmachtsoffiziers, der Weihnachten 1942 in Stalingrad eingeschlossen ist und sicher keine Hoffnung mehr hat, lebend dem Kessel und dem von Hitler und den Nazis angezettelten Wahnsinn lebend zu entkommen. Doch der offenbar gl\u00e4ubige Christ zeichnet diese Madonna, um mit seinen Kameraden Weihnachten zu feiern.Seine Botschaft: Licht, Leben, Liebe.<\/div>\n<div class=\"highslide-caption\"><\/div>\n<p><strong>Der Kessel von Stalingrad.<\/strong>\u00a0Drei Monate lang k\u00e4mpften deutsche ( und die mit ihnen verb\u00fcndeten rum\u00e4nischen, italienischen und kroatischen Truppen) und sowjetische Truppen um die Stadt und das umliegende Gebiet westlich der Wolga (siehe Karte oben). Es war die wichtigste Entscheidungsschlacht des Krieges. Hitler wie Stalin hatten ihren Soldaten befohlen, keinen Meter zur\u00fcckzuweichen. Wer es dennoch tat, wurde als Deserteur von den eigenen Leuten erschossen. Im November gelang es Stalin, die gesamte 6. Armee einzuschlie\u00dfen. General Paulus und seine noch 260 000 Mann sa\u00dfen in der Falle. Ihre einzige Hoffnung war es, einen Ausbruch zu wagen. Doch Hitler verbot das, wollte Stalingrad nicht preisgeben. Er befahl Paulus, sich \u00bbeinzuigeln\u00ab. Versprach, die Truppe aus der Luft zu versorgen. Und sie bald von au\u00dfen zu befreien.<\/p>\n<p><strong>Der Tod.<\/strong> \u00a0Immer weniger Lebensmittel kamen durch, der letzte versuchte Befreiungsschlag zu Weihnachten 1942 scheiterte. Immer mehr Soldaten starben. Mehrmals bat Paulus Hitler um die Genehmigung, kapitulieren zu d\u00fcrfen. Doch Hitler befahl \u00bbdurchzuhalten\u00ab. Und Paulus hielt sich an diesen Befehl, obwohl inzwischen t\u00e4glich 1 000 Soldaten verhungerten und erfroren. Es gab sogar F\u00e4lle von Kannibalismus in der Truppe. Auf Sowjet-Seite fielen 600 000 Soldaten.<\/p>\n<p><strong>Das bittere Ende.\u00a0<\/strong>Paulus ging am 31. Januar 1943 mit den Resten der 6. Armee in Kriegsgefangenschaft. Kurz zuvor hatte er Hitler per Telex noch zum 10. Jahrestag seiner Machtergreifung gratuliert. Die letzten deutschen Soldaten ergaben sich am 2. Februar. Nur einige Zehntausend konnten zuvor noch verletzt ausgeflogen worden. Von den 91 000, die in Gefangenschaft gingen, kehrten nur 6 000 in die Heimat zur\u00fcck. Die anderen starben an Unterern\u00e4hrung, Krankheit und Seuchen in sowjetischen Lagern.<\/p>\n<p><strong>Wendepunkt im Krieg.\u00a0<\/strong>Die Schlacht um Stalingrad markierte die Wende im Zweiten Weltkrieg. Die Sowjetarmee stoppte mit der Kesselschlacht an der Wolga den deutschen Vormarsch. Nach zwei weiteren vernichtenden Kriegsjahren mit Millionen von Toten standen die Sowjettruppen vor der deutschen Hauptstadt Berlin. Am 30. April 1945 beging Hitler dort Selbstmord in seinem Bunker an der Wilhelmstra\u00dfe. Am 2. Mai fiel die letzten Rste der deutsche Hauptstadt, das am Ende von deutschen Truppen noch gehaltene Stadtgebiet zwischen dem Alexanderplatz und dem Brandenburger Tor. Bei der Kapitulation am 8 bzw. 9. Mai 1945 ergaben sich auch die noch in einigen kleinen Gebieten in Schleswig-Holstein, dem Sudetenland, Teilen von \u00d6sterreich und im Kurlandkessel in Ostpreussen vorhandenen Reste der deutschen Wehrmacht bedingungslos.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hunderttausende deutsche und 600 000 Sowjet-Soldaten starben in der knapp 6 Monate dauernden Schlacht um Stalingrad. \u00dcberlebende der deutschen Wehrmacht berichten 60 Jahre sp\u00e4ter, im Winter 2002\/2003, von ihren schrecklichen Erlebnissen und wie sie heute dar\u00fcber denken. 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