Alle Beiträge von GPraschl

Journalist in Berlin, Mitglied der Chefredaktion/Politik von SUPERillu, http://geraldpraschl.de/?page_id=2

Der Tag, als die Ostdeutschen eingemauert wurden

Heute vor 60 Jahren, in der Nacht zum 13. August 1961, ließ die SED-Führung bei Nacht und Nebel die Sektorengrenze der DDR zu West-Berlin abriegeln und in der Folge mit Mauer, Stacheldraht und Todesstreifen so befestigen, dass eine Flucht durch dieses zuvor letzte offene Schlupfloch in den Westen kaum noch möglich – und wenn dann unter großer Lebensgefahr.

Die Berliner Mauer, mit der die SED-Führung Ostdeutsche daran hinderte, die DDR gen Westen zu verlassen, war bis zu ihrem Fall 1989 28 Jahre lang das sichtbarste Zeichen, dass es sich um ein Gewaltregime handelte, das nicht etwa den “Klassenfeind” im Westen, sondern vor allem die eigenen Bürger als Gegner betrachtete. “Unsichtbarere” aber ebenso schlimme Zeichen dieses Machtmissbrauchs waren der Terror, den die Geheimpolizei der SED, die DDR-Staatssicherheit, gegen echt oder vermeintlich Andersdenkende verbreitete, ebenso wie die starke Ideologisierung des Alltags der DDR-Bürger in Schulen, am Arbeitsplatz und in den Medien.

Wie sehr die Macht der SED davon abhing, zeigte sich im November 1989. Als binnen weniger Tage die Mauer fiel, die Medien frei waren und mit der Verhaftung von Stasi-Chef Erich Mielke die Macht der Stasi brach, war es auch mit der Macht der SED zu Ende. In unserem aktuellen Heft (SUPERillu 33/2021, seit gestern im Handel) erinnern wir auf mehreren Seiten, hier einer der Beiträge, an diesen historischen Tag und seine Folgen.

Der Mann, der die Menschheit ins All brachte

Den ersten Menschen im Weltraum kennt die ganze Welt, den Russen Juri Gagarin. Den Mann, der das technisch möglich machte, Sergej Koroljow (1906-1966), kannten lange Zeit nur wenige. Und auch nicht das Drama seines Lebens, das eng mit den dunkelsten Kapiteln der sowjetischen Geschichte verbunden ist.

Von Gerald Praschl

Erschienen im Superillu-Sonderheft “Russlands Tausend Gesichter” 2019 , erhältlich als PDF hier.

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Der schwierige Begriff vom “Tag der Befreiung”

Wer vom „Tag der Befreiung” redet, spricht ohne Absicht all jene frei, die Mitschuld trugen. Im Osten Deutschlands ist der Begriff zudem doppelt belastet. Ein Kommentar zum historischen Jahrestag von unserem Politikchef Gerald Praschl  – erschienen am 7. Mai 2020, https://www.superillu.de/der-schwierige-begriff-vom-tag-der-befreiung

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Was in Schulen und Kitas in der DDR anders war

Erschienen SUPERillu-Sonderheft 2/2019 – “Das war die DDR” , ab 29. Mai 2019 im Handel

An den ersten Satz im Russisch-Schulbuch der fünften Klasse können sich viele Ostdeutsche noch gut erinnern.´ „Nina, Nina, tam Kartina, eto Traktor i Motor“. Eventuell kommt ihnen noch „Dostoprimetschatelnosti“ über die Lippen, „Sehenswürdigkeiten“. Aber dann setzt es meist aus. Die mindestens fünf Pflichtjahre Russisch-Unterricht, die jeder ostdeutsche Schüler zu absolvieren hatte, gingen an vielen fast spurlos vorüber. Immerhin haben die meisten älteren Ostdeutschen ihren westdeutschen Altersgenossen bis heute voraus, dass sie in der Regel das kyrillische Alphabet mühelos entziffern können. Es gibt aber auch Ausnahmen.

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